Ein Multimilliarden-Deal zwischen Microsoft und Activision-Blizzard

Die Zukunft kann niemand vorhersehen, aber wir können zumindest davon ausgehen, dass Gamer, die Spiele-Industrie und Activision-Mitarbeiter einen enormen Umbruch erleben werden.

Spieler

Es wird viel gemunkelt:

Zum einen befürchten viele, dass beliebte Activision-Spiele und -Spielereihen, wie Call of Duty, World of Warcraft und Diablo zu Microsoft-Exclusive-Games werden. Für Playstationgamer würde es demnach nur noch eingeschränkt Spieleangebote geben oder sie müssten sich auf eine lange Wartezeit einstellen, bis diese für Sonykonsolen zur Verfügung stehen.


Andererseits hat Sony selbst verkündet, dass sie „noch immer daran glauben, dass viele Activision-Blizzard-Spiele weiterhin Multiplattform-Titel bleiben“. Natürlich weiß jetzt noch keiner, was Microsoft diesbezüglich geplant hat und umsetzen wird, aber ich gehe eher davon aus, dass Activision-Blizzard-Spiele für XBOX und PC im Game Pass ohne Zusatzkosten und für die Playstation zum Kauf angeboten werden.

Gaming-Industrie

Große Veränderungen werden stattfinden, das Ausmaß der Langzeitauswirkungen ist jedoch unklar. Fakt ist, dass im Gaming-Bereich diesmal Microsoft am längeren Hebel sitzt – das zeigt auch die Sony-Aktie, welche seit der Verkündung um 13 Prozent gefallen ist. Man geht davon aus, dass das Fehlen einer Game Pass-Alternative für die Playstation der Grund ist. Laut einem Beitrag von „GamePro“ im Dezember 2021 soll schon daran gearbeitet werden. Ich frage mich allerdings, warum Sony ein halbes Jahr zuvor gemeint hat, dass der Gaming-Konzern über solch ein Abo-Service nachgedacht, es jedoch auch finanziellen Gründen wieder verworfen hat, da auf diesem Wege weniger Einnahmen erzielt werden als mit einem Spiele-Kauf.

Mitarbeiter

Es ist kein großes Geheimnis, dass Activision-CEO Robert „Bobby“ Kotick für viel Ärger unter der Belegschaft gesorgt hat: Skandale um Mobbing und Sexismus am Arbeitsplatz waren ja schon lange ein großes Thema – nicht zu vergessen das katastrophale Management. Sein Ausscheiden 2023 und weitere personelle Umstrukturierungen sollen demnach den Angestellten zugutekommen. Laut Presse-Mitteilungen und Microsoft-Studio-Insidern war das Unternehmen schon in der Vergangenheit immer bestrebt, seinen Mitarbeitern ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Ich bin gespannt, was in den kommenden Monaten zum Thema Arbeitsklima von den neuen Microsoft-Mitarbeitern berichtet wird.


Wie steht ihr diesem heiß diskutierten Thema gegenüber? Ist Microsoft dabei ein wirtschaftlich größenwahnsinniges Imperium zu werden (ähnlich wie Disney) oder sind doch mehr Vorteile für alle zu erwarten?

Kommentare